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 Vergesellschaftung 
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Beitrag Vergesellschaftung
Abend,

ich wollte mal gerne mal meine Meinung über das Streitthema
"Vergesellschaftung" erläutern und würde auch gerne die Gegenseite hören.

Also, vorab sollte jedem klar sein, dass es kein Tier gibt ,das einen Artgenossen ersetzten kann! Alle Vergesellschaftungen sind also aus Sicht der Tiere unnütz.
Es sei denn, man hält z.B. Nashornleguane zusammen mit Halsbandleguanen.

In erster Linie geschehen Vergesellschaftungen aus dem Bedürfnis, möglichst viele Tiere auf kleinem Raum und mit geringen Kosten halten zu können.

Fast nie trägt die Vergesellschaftung zur Verbesserung des Terras und der Haltung bei. In den meisten Fällen kommen sogar noch Probleme hinzu und man steht, wenn´s ganz blöd läuft, z.B. mit einem Grünen Leguan und 2-3 Wasseragamen da und weiß erstmal nicht, wohin.

Sehr oft liest man gerade von diesen beiden Tieren, dass sie zusammen gehalten werden. Keine der beiden Tierarten zieht einen Nutzen aus dieser Haltung. Es kann hierbei auch sehr schnell zu Problemen kommen.
Gerade die Wasseragamen, welche gerne mal die Scheiben nicht wahrnehmen und relativ feste dagegen springen, können sich, aufgeschreckt von einem großen Grünen (welcher vielleicht mal wieder etwas wild unterwegs ist), an einer Scheibe errennen oder wenigstens den Kiefer brechen.
Wenn man nun das Glück hat, dass beide Tiere sich verstehen und sich nicht durch den jeweils anderen stressen lassen, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen. Nur stehen die Chancen dafür eher schlecht.

Ein sehr wichtiger Punkt bei insektenfressenden Tierarten ist, dass sie getrennt vom Leguan gefüttert werden sollten, was recht schwer ist, da die Grünen bekanntlich sehr neugierig sind und eventuell den Insektenfresser verscheuchen. Zumal es nicht selten vorkommt, dass Insektenfresser sich häufig mit Würmern und anderen Parasiten infizieren, die auf den Leguan übergehen können.

Es sollten auch auf keinen Fall Tiere in ein Leguan-Terra, die eventuelle Fressfeinde sind wie z.B. Warane oder Schlangen.

Ein weiterer schwerer Punkt ist die Sache der Ruhe. Zwei Tiere, die verschieden aktiv sind und sich gegenseitig beim Ruhen stören, gehören auch nicht zusammen. Da auf so engem Raum - wie in den Terras - der Platz einfach fehlt ,um sich richtig zurück zu ziehen. Es sei denn, man schafft es, Plätze anzubieten, die für die jeweils andere Art nicht zugänglich sind.

Die wohl besten Tiere, die zu einem Grünen können, sind Ladeinsiedlerkrebse. Diese Tiere leben eher zurückgezogen und sind meistens Abends unterwegs. Sie ernähren sich von Futterresten der Grünen und lieben es, wenn der Boden mit einer ca 20-30cm hochen Erdschicht bedeckt ist. Sie brauchen mind. einen Platz, der immer feucht gehalten wird, zum Häuten. Sie brauchen, wenn der Grüne frisst wie ein Schwein und viel runterwirft, kein extra Futter und auch die Salzschale ist nicht umbedingt nötig. Was aber nicht fehlen darf, sind Häuser, in die sie umziehen können, falls ihre zu klein werden.
Abends machen sie zwar etwas Krach, aber nach ca. 1 Woche juckt das keinen mehr. Den Grünen lassen sie auch in Ruhe und - wovor wohl die meisten Angst haben - den Schwanz auch!
Mit der Zeit werden die Kleinen sogar etwas zutraulich.

Ein weiteres Tier - oder besser gesagt zwei - mit welchen ich super Ehrfahrungen gemacht habe, sind Hausgeckos und Tokehs.
Beide Arten ließen sich im Terra völlig in Ruhe und waren/ sind nur nachts aktiv. Sie laufen also dem Grünen fast nie übern Weg. Und selbst wenn, gehen sie sich aus dem Weg.
Hier muss abend gezielt gefüttert werden, damit kein Futtertier an den Grünen geraten kann. Wichtig sind auch enge Korkröhren, in welche der Grüne nicht passt. So haben sie einen gschützten Schlafplatz und werden nicht geweckt.
Wichtig sind hier auch die Lampen, diese sollten absolut sicher sein!
Ich musste neulich erst merken, wie sich eine Osram in die Haut brennt. :x
Ausbrechen werden die Tokehs eher nicht, wenn das Terra mal offen ist, aber ein Hausgecko ist sofort weg. :lol:

Des weiteren nützlich sind Schnurfüßer, Kellerasseln, Regenwürmer, Ameisen (solange sie im Terra bleiben), und kleine Spinnen.

Seit nun gut 2 Wochen lebt ein Helmleguan in der WG, zur Zeit kann ich noch nicht viel hierzu berichten, da es noch in der Anfangsphase ist.
Nur so viel: Leguan und Helmchen sonnen sich schon zusammen.

Dem Terra nutzen tun nur die Krebse, Geckos und das rechtliche Kleinvieh. Der Helmleguan war mehr oder weniger eine Rettungsaktion.

Kurz zum Nutzen:
Die Krebse durchwühlen den Boden und fressen alle Futterreste auf dem Boden weg. So musste ich bis jetzt noch nie den Boden reinigen.
Die Geckos fressen die unzähligen Insekten, die im Terra unerwünscht leben. Das restliche Kleinvieh sorgt für die Zersetzung des Kots.

Anmerkungen:
All diese Erfahrungen habe ich nur mit Yoda machen können, ich kann leider nicht sagen, wie sich andere Leguane verhalten.
Desweiteren ist mein Terra recht dich bepflanzt, was dafür sorgt dass sich jede Tierart zurückziehen kann.
Und falls sich jemand an eine Vergesllschaftung traut...lange prüfen, ob es gehen könnte, erkundigen, z.B. in Zoos, viel Lesen, viel Fragen, viel Zeit, Notfallplan haben, Notfallterra haben!

Bilder folgen.

LG Marlon


Do Aug 30, 2007 19:17
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Beitrag 
Hi Marlon.
Schöner Bericht, danke.
Ich selbst kann leider überhaupt nichts aus eigener Erfahrung dazu sagen, hätte aber Fragen, wenn auch das erlaubt ist!

1. Einsiedlerkrebse:
a) "Abends" Krach und aktiv oder auch "nachts"?
b) Wann fressen sie, auch nur abends oder auch tagsüber?
c) Die Futterreste, die ich abends absammel vom Boden, sind mengenmäßig beachtlich, aber der Zustand ist schon teilweise sehr gammelig (Blattpflanzen sehr welk, härtere Salatsorten weniger welk). Fressen die Krebse dies in diesem Zustand, weil nichts anderes da ist oder weil es ok ist? Putzkolonnen finde ich super, würde es aber dem Tier niemals antun wollen, wenn es dabei nicht gut lebt, sondern nur überlebt.
d) Du sagst, der Leguan stört sich nicht am Krach der Krebse. Woran machst Du das fest? Manche Halter nutzen Nachtlicht/Rotlicht für nachts, da wird immer gesagt, es störe den Leguan aber doch beim Schlafen. Ich bemerke auch, wenn es dunkel ist im Zimmer, die Tiere schlafen, dass sie doch die Augen öffnen, wenn ich z. B. nachts mal zum Klo gehe und Licht anmache im Zimmer. Sie merken es also und es "stört" (?) sie. Wieviel Krach/Action machen die Krebse und beeinflusst es den Schlaf der Leguane vielleicht doch? Nur nicht sehr? Und ist es überhaupt schädlich, wenn es kleinere Störungen im Leguanschlaf gibt? In der Natur gibt es sicherlich auch nachtaktive Tiere im Territorium der Leguane.

Vielleicht kannst Du dazu ja noch etwas sagen! Würd mich freuen.

An Vergesellschaftungen mit anderen tagaktiven Großtieren würde ich mich nicht ranwagen (Mangels Gründen, es zu tun, mangels Interesse,...), aber Kleingetier im Boden, wozu auch immer nützlich, fände ich akzeptabel und vielleicht sogar interessant und nützlich. Voraussetzung aber immer, dass auch diese Tiere gut leben. Anderer Aspekt: Machen sie nachher mehr Arbeit als ein Terra ohne dieses Getier, fände ich das auch nicht so toll. Arbeit macht so ein Großterra eben schon genug.

Gruß
Bine


Do Aug 30, 2007 20:25
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Abend,

hui gleich so viele Fragen aber ok. :D

Also:
Zum Krach, die Krebse sind eigentlich die ganze Nacht unterwegs.
Krach machen sie in dem Sinne das sie mit ihren Häusern gegen die Scheibe dotzen oder beim klettern mal abschmieren.
Das kann je nach Untergrund einen guten Schlag tun und ich stehe im Bett. :lol:
Das es den leguan nicht stört merke ich weil ich ihn die ganze Nacht vor der Nase habe, er schläft hinter einer Kokusmatte direkt neber meinem Bett.
So habe ich ihn die ganze Nacht vor augen.
Er zuckt nicht einmal wenn son Krebs neber ihm hoch klettert, das war aber nicht von Anfang an so.
Als die Krebse neu waren hat er sie immer sehr skeptisch angeguckt.
Und ist ca 3 mal vom Ast gefallen als ein Krebs über ihn klettern wollte.
Nun macht er nichtmal ein Auge auf wenn ihn was beklettert.
Ist alles eine Frage der Gewöhnung. Da stellt sich wieder eine andere Frage, ist es nicht schädlich das der Leguan anfangs etwas stress mit den Krebsen hat? Ich denke nicht, da es kein Dauerstress ist und sich die Tiere wie gesagt schnell dran gewöhnen. Und es kann eigentlich nur gut sein wenn sich an dem öden Alltagsleben im Terra etwas ändert. (Solange es keine Dauerbelastung für das Tier ist)

Fressen tun sie nachts, und manchmal auch Tagsüber, wenn es sehr ruhig im Terra ist.

Ob sie die Abfälle in den Mengen wie sie bei dir Anfallen schaffen weiß ich nicht, da müssten schon einige mehr her.
Sie fressen so ziemlich alles. Wenn man ihnen was gutes tun will stellt man einen Teller mit Fisch rein.

Zu dem Punkt ob sies fressen weil es sonst nichts gibt.
Anfangs hatten sie noch ihren Futternapf, aber nach und nach haben sie immer weniger davon gefressen bis ich schließlich das Füttern ganz sein lassen konnte. Sie bekommen aber ab und zu einen kleinen Leckerbissen.

Ich denke so richtig funktioniert diese Art der reinigung erst richtig gut wenn Waldboden mit allen was an Kleintier dazu gehört im Terra ist.
Gerade die Regenwürmer fressen unmengen Salatreste.

Um nochmal auf den Krach über Nacht zu kommen, als Yoda neu bei mir war ist er auch bei jedem kleinsten Geräusch aufgewacht aber wahrscheinlich weil er in meinem Zimmer täglich mit Geräuschen konfrontiert ist, hat er sich daran gewöhnt und schläft durch auch wenn z.B. die Feuerwehr durch unsre Straße fährt.

Werde morgen noch mehr schreiben und Bilder reinstellen, bin jetzt zu müde. :lol:

LG Marlon


Do Aug 30, 2007 21:14
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Beitrag 
Hallo,

auch wenn sicher die ein oder andere Vergesellschaftung möglich ist, kommt für mich nur eine Vergesellschaftung mit diesen "Putzkolonnen" in Frage. Aber das ist nur meine Persönliche Einstellung, keine allgemeingültige Empfehlung.

Gruss Liane


Do Aug 30, 2007 22:50
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Beitrag 
Hallo Marlon,

Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht.

Ich habe seit kurzem meine Schnurfüsser mit dazugetan und muss sagen, das war eine super Idee!
Die vier fühlen sich wohler denn je und sind besser zu beobachten wie vorher.Auch meine Tochter ist begeistert!

Ein Problem gibt es aber:Vorgestern fand ich einen Schnurfüsser im Wasserbecken.Gerade noch rechtzeitig, nach einem kurzen Sonnenbad ging er wieder zum Fressen über. Also diese Vergesellschaftung kann ich jedem empfehlen.

Eins verstehe ich an deinen Ausführungen dennoch nicht: Du schreibst, dass möglichst viel "Walderdenkleingetier mit drin sein sollte und kleine Spinnen u.s.w..
Das entspricht doch dann auch einer ungewollten Insektenfütterung, da der Leguan ab und zu mal so ein Getier fressen könnte?Was ich persönlich nicht schlimm finden würde, da es meiner Meinung natürlich ist.Allerdings wird es ja hier im Forum kritisiert, wenn man beispielsweise Heimchen (nicht gezielt) im Terrarium freisetzt.
So wie ich das mitbekommen habe, ist das Buch "Der Leguan" von Köhler sowas wie die Bibel für die Leguanhalter und selbst da steht drin, dass bei jungen und trächtigen Leguanen eine Zufütterung von 5% Insekten sinnvoll ist. Das ist für einen Neuling schon alles sehr verwirrend. Man macht alles, wie es der Guru Köhler beschreibt und stellt dann fest, das alles Mist ist.

Egal, es ging ja um Vergesellschaftung. Ich selbst suche auch noch nach Tieren, die zu meinen Leguanen passen. Tokehs sind mir zu gross und zu bissig.Deshalb denke ich im Moment über Hausgeckos oder Langschwanzeidechsen nach.beide haben die gleichen Anforderungen an das Klima. Was mich daran stört, ist, das Tokehs, Hausgeckos und Langschwanzeidechsen aus Asien kommen.Also nix gegen Asiaten, aber bei der Vergesellschaftung wäre es doch sinnvoll, Tiere aus dem Habitat der Grünen zu wählen?Die Schnurfüsser stammen ja auch schon aus Afrika. Leider gibt es in Südamerika keine Geckos.

Diese Frage stelle ich jetzt deshalb mal an Berthold, der sich ja öfter in Südamerika aufhält und sich für den Urwald interessiert:

Welche Echsen aus Südamerika sind für eine Vergesellschaftung geeignet? In einem Lebensraum wie dem Regenwald, wo es nur so von Tieren wimmelt, muss es doch etwas passendes geben?


LG

Sandro

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Fr Aug 31, 2007 8:08
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Beitrag 
Huhu,

ja, da habt ihr Recht :Die wohl beste Vergesellschaftung ist die "Putzkolonne" :lol:

Zu dem, was ich über "Walderdenkleingetier" geschrieben habe:
Damit meine ich in erster Linie alles, was so im Boden ist.
Kleine Insekten, die ca. 1mm groß sind, Kellerasseln, Regenwürmer und halt alles, was sich so im Boden tummelt.

Der Leguan wird diese Tiere nicht fressen, da er sie erstens nicht sieht und zweitens sie so klein sind, dass sie nicht beachtet werden. Und selbst wenn er mal eine verrirte Kellerassel fressen sollte, ist das nicht schädlich. Im Regenwald werden bestimm nicht selten Insekten, die auf den Blättern sitzen, mirgefressen. Man sollte die Sache mit den Insekten so sehen: Verfüttern nein, wenn mal aus Versehen was mitgefressen wird, ok.

Zu den Angaben im Köhler Buch: Diese Angaben sind veraltet, es ist nun bekannt dass sich Leguane ausschließlich herbivor ernähren.
Ich glaube, in den neueren Ausgaben des Buchs ist das auch korrigiert.


Welche Tiere aus dem Herkunftsgebiet der Grünen in Frage kommen würden, kann ich leider jetzt nicht sagen. Berthold wird (wie du ja schon schreibst) da mehr Ahnung haben. Wichtig ist aber auch hier, dass der Größenunterschied nicht all zu groß ist, da sonst besonders die kleinen starkem Stress ausgesetzt sind. Woher sollen die Nachzuchten aus Deutschland wissen, dass ein Grüner sie nicht frisst.

Zum Schnurfüßer, ja die sind etwas "dabbisch" und fallen gerne mal wo rein. Da muss man halt immer mal ein Auge offen halten und die Beckenränder gut griffig für ihre Füße machen.

Echsen mit Echsen vergesellschaften ist immer eine sehr heikle Sache.
Gerade bei Tieren aus verschiedenen Herkunftsgebieten.
Es könnte z.B. sein, dass sagen wir mal, der Tokeh einen Parasiten hat, der ihm nichts macht aber einen Grünen tödlich erkranken lässt.
Also besteht ein hohes Risiko.
(Warum ich es dann gemacht habe? Unwissenheit, Glück.)

LG Marlon


Fr Aug 31, 2007 13:05
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Beitrag 
Zitat:
Welche Echsen aus Südamerika sind für eine Vergesellschaftung geeignet? In einem Lebensraum wie dem Regenwald, wo es nur so von Tieren wimmelt, muss es doch etwas passendes geben?


Wie wäre es mit Anolis? Gehören auch zu den Leguanen und bewohnen das gleiche Habitat.

Gruss Liane


Fr Aug 31, 2007 23:04
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Beitrag 
Hallo Liane!

Anolis sind interessant.Ich dachte immer, dass die absolute Räuber sind und auch andere Reptilien fressen. Habe mich aber grade schlau gemacht und das trifft nur auf den Ritteranolis zu, der selbst gleichgrosse Echsen erbeutet. Das wäre eher schlecht für die Leguane. Es kommt dann wohl eher der Rotkehl oder der Bahama Anolis in Frage. Es würde mich mal interessieren was Berthold dazu sagt?

LG

Sandro

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Sa Sep 01, 2007 20:41
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Hi, wie gesagt ich betrachte eine Vergesellschaftung mit anderen Insektenfressenden Arten als problematisch. Einfach aufgrund der Fütterung. Das alles hört sich bei manchen Leuten, die die Vergesellschaftung propagieren immer so easy an, das glaube ich jedoch nicht das dem so ist.
Grüsse berthold

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Leguanhalter seit 1991 und 1995-1999 auch Züchter. Momentan 1.2. I.i. rhinolopha
Viele längere Mittelamerikareisen der Leguane wegen


So Sep 02, 2007 8:51
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Beitrag 
Hi,
das war ein klares und aktzeptables Statement.

Aber gibts ausser Leguanen noch andere omnivore Reptilien?

Gruss

Sandro

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So Sep 02, 2007 9:28
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Beitrag 
Hi, habe nach studieren mehrerer Bücher das ultimative Tier für die Vergesellschaftung gefunden:

-lebt im Habitat der Grünen
-kann gezielt gefüttert werden
-wird sehr zutraulich
-ist hochinteressant
-hat wahrscheinlich keine übertragbaren Krankheiten
-kommt den Grünen nicht in die Quere, da Bodenbewohner
-Freut sich über die klimatischen Bedingungen am Boden des Leguanterris

Die Agakröte!

Ich hatte vor vielen Jahren mal zwei dieser Exemplare in einem Aquaterrarium und musste sie schweren Herzens wegen Trennung und Umzug aufgeben. Da ich mittlerweile verheiratet bin und mit 99%iger Wahrscheinlichkeit nicht wieder umziehen muss, denke ich mal, dass ich meinen Tierbestand wieder ausbauen kann.

Was haltet ihr von der Vergesellschaftung mit Agakröten?

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Mo Sep 03, 2007 9:59
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Hört sich gut an.
Hab schon offt diese art der Vergesellschaftung gesehen.
Solltest aber aufpassen wie groß die Kröten sind und ob sie deinem
Leguan noch gefährlich werden können. :wink:

Und am besten setzt du sie erstmal in Quarantäne und schickst ne Kotprobe zum TA um sicher zu gehen.

LG Marlon


Mo Sep 03, 2007 13:27
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Beitrag 
Hi Marlon,

ich nehm junge Kröten, da dürfte normal nichts passieren.Zumal meine Grünen nie am Boden sind, es sei denn sie sind wieder mal panisch.
Wegen der Quarantäne hab ichs besser wie manch anderer hier. Mein bester Freund ist Tierarzt.er ist zwar nicht auf Reptilien spezialisiert, hat aber schon einige Erfahrung mit Leguanen (auch schon einige erfolgreich operiert. Da er auch ein Labor besitzt, sind meine Kotproben(sorry, die der Tiere :D ) gratis und regelmässig in guten Händen.Seine Frau arbeitet beim Veterinäramt, so dass ich die Amtskontrolle auf artgerechte Haltung ohne Anmeldung fast wöchentlich habe. Sie hat mir auch bestätigt, dass alles i.O. ist.

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Mo Sep 03, 2007 14:30
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Beitrag 
Hallo,

muss meine Aussage revidieren! Gestern habe ich Moritz am Boden erwischt!Er war nicht runtergefallen und nicht geflüchtet!er war gezielt nach unten gegangen.Und was ich dann beobachtet habe fand ich schon hochinteressant: Am Boden gebe ich den Schnurfüssern immer mal ein Stück Üfirsich.Dadurch habe ich ne Menge Obstfliegen im Terra, was mich allerdings nicht weiter stört, da ab und zu welche in den Teich fallen und so den Guppys zugeführt werden.Ausserdem sind sie immer weg, wenn ich das Futter wieder entferne.Moritz hat gezielt versucht Obstfliegen zu fressen!Erst dachte ich, er will an den Pfirsich, aber den hat er liegen gelassen.Er ist definitiv auf Obstfliegen ausgewesen!

Allerdings hat er nach ner Zeit aufgegeben, es war ihm wohl zu mühsam.

Am Mittwoch bekomme ich mein Agakrötenpärchen und kann dann in geraumer Zeit mal nen Erfahrungsbericht für alle interessierten einstellen.

Gruß

sandro

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Do Sep 06, 2007 9:02
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Hi.

Als hier die Aga-Kröte Thema wurde, habe ich versucht Haltungsberichte zu finden im Internet.

Hab nicht viel gesucht/gefunden, aber in diesem DGHT-Thread http://www.dghtserver.de/foren/archive/ ... -8370.html steht was von eher trockener Haltung oder zumindest teilweise trockene Bereiche. Wie vereinbarst Du dies mit dem Regenwaldterra von Grünen Leguanen? Oder gibt es da unterschiedl. Kröten-Arten? Auch die Futtermengen haben mich schnell kuriert, solche Tiere im Terrarium halten zu wollen! Das ist ja schon abartig, was die weghauen.

Würde mich über Erfahrungen zu Deinen Kröten aber trotzdem freuen!

Gruß
Bine


Do Sep 06, 2007 10:00
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